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Als Kuh hört man dir zu

8.8.2009 Leoben: Im Zick-Zack-Kurs

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Idyllisches Ambiente, historische Gebäude - wir mittendrin. Die Sonne im Gesicht, das Herz bei den Menschen. Und es erwarteten uns wie immer interessante Bekantschaften. Eine Molekularbiologin, beispielsweise, die mit der Materie bestens vertraut war: „Jungs, diese Petition unterschreibe ich. Das is eine gute Sache.“

Angelo reiste aus Wien heran, um uns vor Ort zu unterstützen – das Team war komplett. Leider zog sich der Himmel im Laufe des Tages zu.

Bernhard, unser Teamleader, äußerte noch obskure Theorien, die Wolken würden sich in einem Zick Zack Kurs an uns vorbeibewegen, und versuchte, diese mit seinem Kugelschreiber zu verdeutlichen. Es fing an zu regnen, während Bernhard den Stift noch erhoben hatte.

Stephan meinte noch: „Na, ein Jahrhunderthochwasser wird das sowieso nicht“. Und wir mussten den Rückzug antreten.

Achim Stephan Bernhard

 

7.8. 2009 Mürzzuschlag:Wir kämpfen weiter

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Jeder hat schon davon gehört – wir waren dort. Aber wir waren nicht allein.

Kaum am Standplatz aufbaut, kam die Überraschung – Straßenwerber, Fundraiser – Canvasser. Wir merkten schnell, das wird eine harte Prüfung für uns. Doch wie man so schön sagt: Konkurenz belebt das Geschäft. Wir motivierten uns gegenseitig. Plauderten. Informierten sie über Umweltschutz. Sie informierten uns über Menschenrechte. Niemand von uns spendete. Eine Fundraiserin will sich ehrenamtlich engagieren. 1.0 Sieg für GLOBAL 2000.

Trotz Affenhitze schlüpften wir in unsere Kuhkostüme und grasten den Ort ab. Es war nicht leicht die Leute davon zu überzeugen, dass wir nicht ihr Geld wollen. Doch wir konnten mit vielen Landwirten in Kontakt treten, die sofort die Petition unterstützen und sich offen und herzlich bei uns für unsere Arbeit, bedankten. „Kämpfen Sie weiter für uns!“, bat uns eine österreichische Milchbäuerin und genau das werden wir tun.

Achim Stephan Bernhard

 

6.8.2009 Wiener Neustadt: Heimspiel

Jetzt wohnen wir schon seit Beginn unserer Tour in der Jugendherberge Wr. Neustadt. Heute war es endlich soweit. Ein Infostand im Home Town.

Hauptplatz, strahlender Sonnenschein, ein freiwilliger Ex-Zivi (Sebastian), der uns unterstützte und zwei schwitzende Kühe. Was will man mehr? Aber jetzt mal ehrlich: Es ist verdammt heiß in so einem Kuh-Kostüm.

Die Resonanz war einmal mehr erstaunlich und auch die Hitze dämpfte unseren Tatendrang nicht. Doch dann kam sie. Unser neuer Erzfeind. Die Rockbühne. Lärm und schlechter Austropop, kurzum wir wurden einfach verblasen.

Unseres Wissens nach hat Mürzzuschlag keine Rockbühne. Auf geht’s!

Achim, Stephan, Bernhard

 

5. 8. 2009 Eisenstadt:  Als Kuh hört man dir zu

Die zwei Tage in Eisenstadt hätten unterschiedlicher nicht sein können. Am ersten hatte es schon die ganze Nacht geschüttet. Gelsen überfielen uns im Zimmer. Während nur der Zivi, Achim, verschont blieb, musste unser Teamleader, Bernhard, auch noch von Gelsen zerstochen um 7:30 aufstehen um einen Parkschein zu lösen.

Doch schon beim Frühstück war klar, der Infostand wird nicht abgesagt. Leicht übermüdet fuhr uns Achim sicher von unserer Jugendherberge in Wr. Neustadt nach Eisenstadt während Stephan, der Praktikant, ihm den Weg ansagte. Bernhard konnte sich nach seiner Horrornacht noch auf der Rückbank erholen.

Der Lokalaugenschein war sehr ermutigend: Strömender Regen, kein Mensch auf dem Platz. wo wir den Infostand angemeldet hatten und bei Bernhard läutete nonstop das Telephon.

Eine ziemlich aussichtslose Situation, doch Flora und Silvia, zwei freiwillige Helferinnen von GLOBAL 2000 waren schon aufgebrochen um uns zu verstärken. Kaum waren sie eingetroffen, forderte die Mädlbande unsere bereits routinierten Jungs, Stephan und Achim, zu einem Wettstreit heraus. Es galt möglichst viele Unterstützer für unsere Petition zu gewinnen.

Wer gewonnen hat, ist eigentlich egal, denn trotz Regen übertraf dieser Infostand in punkto interessierter Menschen und neuer Unterstützer für die Petition alle anderen.

Der zweite Tag in Eisenstadt entschädigte uns für den Vortag. Es erwartete uns traumhaftes Wetter. Wir schnappten uns die Kuhkostüme und legten los. Das Echo war beeindruckend. Die Leute auf der Straße reagierten so freundlich wie nie zuvor, kleine Kinder lachten uns begeistert an und es hat einfach Spaß gemacht. Unser Infotisch verschmolz quasi mit dem Schloss Esterhazy.

Berauscht von den Erfolgen der letzten Tage kehrten wir wieder in die Jugendherberge ein. Wir finden top Tage, top Ergebnisse, so soll es weiter gehen!

Achim, Stephan, Bernhard

letztes Update: 10.08.2009 14:10
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