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Der Kampf um die gute Milch
Die Milchwirtschaft ist eine der bedeutendsten Wirtschaftszweige in der österreichischen Landwirtschaft. Rund 40.000 Bäuerinnen und Bauern leben direkt von der Milcherzeugung und erwirtschaften rund 15 Prozent der landwirtschaftlichen Endproduktion. Wer die Debatte um die Milchquote und den Milchpreis verfolgt, der weiß, unsere Milchbauern sind in ihrer Existenz bedroht. Im Unterschied zu anderen EU-Ländern arbeiten die österreichischen Milchbauern hauptsächlich in kleinstrukturierten Betrieben, sie liefern Milch in bester Qualität ab. 10 Prozent davon in Bio-Landbau - einzigartig im europäischen Raum. Doch gerade diese Qualität ist gefährdet, denn eine Milcherzeugung ohne Gentech-Futter muss sich auch für den Bauern rechnen.
Was billig ist, kommt uns teuer zu stehen
Eine Quote legte bisher die Liefermenge der Milch fest, um so den Preis stabil zu halten und die Klein- und Mittelbetriebe zu schützen. Jetzt wird die Milchquote schrittweise erhöht. In Hinkunft soll die Milch überhaupt völlig den Kräften des freien Marktes überlassen werden. Die Auswirkungen sind katastrophal: Großbetriebe überschütten den Markt mit billiger Milch. Die Kleinbetriebe bleiben dabei auf der Strecke. Bereits heute müssen neun Milchbauern pro Tag in Österreich ihren Betrieb aufgeben.
Gentechnik im Milchregal
Der österreichische Lebensmittelhandel, der zu 77 Prozent von drei Konzernen kontrolliert wird, muss weiter die heimische Qualitätsproduktion fördern und forcieren. Die KonsumentInnen wissen meist nicht, dass billige Milchprodukte, wie Billig-Butter, oft von Tieren stammt, die mit genmanipulierten Futtermitteln ernährt werden. Und das, obwohl die KonsumentInnen sich mit überwältigender Mehrheit gegen Gentechnik in Lebensmitteln aussprechen.














