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„Der Bionier und der Pionier ist und bleibt JA!Natürlich“.

Hier gehts zum Interview mit Werner Lampert


Die Chefin von JA! Natürlich im Interview mit GLOBAL 2000 – Teil II

GLOBAL 2000

 

GLOBAL 2000 startet eine Interview Reihe über die Bedeutung von Bio Marken für die österreichische Landwirtschaft. Im Zuge dessen führten wir ein Gespräch mit der JANatürlich Chefin Martina Hörmer. Im zweiten Teil dieses Interviews spricht sie unter anderem über das Verhältnis von JA!Natürlich zu Clever, verrät, wer versucht auf welchen Zug aufzuspringen und äußert ihre Meinung zu GLOBAL 2000.

 

GLOBAL 2000: Sie sind sowohl Chefin von JA!Natürlich als auch von Clever. Treffen sich die Philosophien dieser Marken?

Martina Hörmer: Nein. Die Philosophie von JA!Natürlich und Clever trifft sich nicht. Diese unterschiedlichen Eigenmarken von REWE decken zwei völlig verschiedene Kundenbedürfnisse ab. JA!Natürlich ist eine Premium Marke, Clever hingegen ist unsere Preis-Einstiegsmarke. Es ist jedoch kein Widerspruch, wenn ein Kunde JA!Natürlich-Äpfel und Clever-Putzmittel kauft. Jeder Kunde weiß, was ihm wo wieviel Wert ist.

Der Bio-Aktionsplan sieht vor bis 2010 20 Prozent Bio-Anteil an der der österreichischen Landwirtschaft zu haben. Momentan sind es 16 Prozent. Denken Sie, dass Österreich das Ziel erreichen kann?

Das ist eine Frage der Politik und der Förderung. Sollten die Förderungen im gleichen Maße fortgesetzt werden, bin ich optimistisch, dass mehr und mehr Landwirte umsteigen. Aber leider ist dies ja nicht der Fall. Die eigentliche Herausforderung sehe ich darin, den Markt zum Wachsen zu bringen. Wenn die österreichischen Landwirte ihre Bio-Produkte nicht in Österreich verkaufen können, müssen sie sie entweder exportieren, oder es kommt zu einem Preisverfall.

Wann wird denn alles Bio?

Nie! Es braucht ja auch einen guten Mix im Sortiment. Clever beispielsweise wird nie Bio werden. Clever ist wie erwähnt eine Preis-Einstiegsmarke. Um billig zu sein können sie nicht Bio sein. Es wäre verkehrt Bio in den Preis-Einstieg zu bringen. Wir werden immer Kunden haben, die stark auf den Preis achten.

Wie sehen sie JA!Natürlich im Verhältnis zu den anderen Bio-Eigenmarken, die in vergangener Zeit gelaunched wurden?

Wir waren nicht nur die ersten sondern sind auch nach wie vor die No. 1. Neben der Größe haben wir auch das breiteste Sortiment, die beste Qualität. Jedes unserer Produkte bietet eine Besonderheit. Der Kunde muss den Unterschied am Gaumen erleben können. Abgesehen davon erwarten sich unsere Kunden von Bio einen gesundheitlichen Nutzen und österreichische Qualität. Daher steht hinter Ja! Natürlich ein sehr lokales Konzept. 85 Prozent unserer Produkte kommen aus Österreich.

Stichwort „Pioniere“ und „Bioniere“. Wie kann sich JA!Natürlich da differenzieren?

JA!Natürlich war immer der Pionier. Bionier ist ein Wortspiel, welches wir anlässlich des 15 Geburtstages von JA!Natürlich kreiert haben. JA!Natürlich war und ist der Vorreiter in Sachen Bio.

Wie stehen Sie dazu, dass Hofer momentan unter dem Motto „Pionieren“ für seine Bio Eigenmarke wirbt?

Ich denke, hier versucht jemand hinterher zu laufen und auf diesen Zug aufzuspringen. Der Bionier und der Pionier ist und bleibt JA!Natürlich.

Welche Bedeutung hat Umweltschutz für Sie?

Für mich persönlich hat Umweltschutz eine große Bedeutung. Die Umwelt ist Lebensbasis für alles Leben. Sollte sie zerstört werden, gibt es bald kein Leben mehr. JA!Natürlich leistet als Bio-Marke einen großen Beitrag zum Umweltschutz. Nach unseren Berechnungen sparen wir 21.000 Tonnen CO2 pro Jahr ein, das der Umwelt zugute kommt.

Abschließend: Was halten Sie von GLOBAL 2000?

Ich kannte GLOBAL 2000 schon, bevor ich bei JA!Natürlich angefangen habe. Wir arbeiten mittlerweile lange mit GLOBAL 2000 zusammen und ich kann nur positives Feedback geben. Es braucht Organisationen, die Missstände aufdecken und Lösungen ausarbeiten. Ich finde die Tätigkeit dieser Umweltschutzorganisation sehr wichtig.

 

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letztes Update: 14.12.2009 14:39
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